Schadstoffe auf dem Teller

Schadstoffe in Lebensmitteln und was wir darüber wissen

Ein Becher Tee und viel Zeit zum Nachdenken

Ich sitze im Zug. 90 Minuten Verspätung liegen mittlerweile zwischen mir und meinem Ziel in Düsseldorf. Dazu viel Zeit und eine gute WLAN Verbindung. Mein Blick fällt auf den Becher Tee, den ich als Entschädigung vom Personal erhalten habe. Und schon beginne ich, über die möglichen Belastungen aus unserer Ernährung nachzudenken.

Der Becher besteht aus Pappe, der Deckel aus Stärke und ist sogar biologisch abbaubar. An sich eine gute Lösung für unterwegs. Gerade bei Lebensmitteln lohnt sich der genaue Blick: Was esse oder trinke ich hier eigentlich? Von der Verpackung bis zum Inhalt gibt es inzwischen viele bekannte, aber auch unbekannte Überraschungen, wenn es um mögliche Belastungen in unserem Essen geht.

Alkohol im Alltag

Alkohol begegnet uns meist ganz selbstverständlich. Ein Glas Wein zum Essen, ein Bier am Abend oder ein Aperitif gehören für viele Menschen zum Alltag. Dabei können auch in Lebensmitteln und Getränken wie Apfel, Trauben und Orangensaft geringe Mengen Ethanol vorkommen. Ethanol und sein Abbauprodukt Acetaldehyd gelten als krebserregend. Alkohol steht unter anderem mit Krebserkrankungen im Mundraum, Rachen, Kehlkopf, in der Speiseröhre, Leber, im Darm und bei Brustkrebs in Zusammenhang.

Mykotoxine: Stoffwechselprodukte von Schimmelpilzen

Mykotoxine sind Stoffwechselprodukte bestimmter Schimmelpilze und können in ganz unterschiedlichen Lebensmitteln vorkommen. Patulin spielt vor allem bei Äpfeln und Apfelerzeugnissen eine Rolle, während Aflatoxine beispielsweise in Nüssen, Erdnüssen, Mais, Reis, Gewürzen und getrockneten Früchten vorkommen können. Besonders Aflatoxin B1 ist von Bedeutung, da es als genotoxisch und krebserregend gilt.

Zusatzstoffe in unseren Lebensmitteln

Ein weiterer Bereich sind die vielen Zusatzstoffe in verarbeiteten Lebensmitteln. Dazu gehören Konservierungsstoffe, Farbstoffe, Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickungsmittel und Süßungsmittel. Sie erfüllen unterschiedliche Aufgaben und sind in der EU für bestimmte Anwendungen zugelassen.

Besonders bei Süßungsmitteln lohnt sich für mich ein genauer Blick. Sucralose findet sich beispielsweise in vielen zuckerreduzierten und zuckerfreien Produkten. Die EFSA bewertet die derzeit zugelassenen Anwendungen als sicher. Bei der Erhitzung über 120 Grad weist das Bundesinstitut für Risikobewertung auf mögliche gesundheitsschädliche Verbindungen hin.

Zucker und Fette

Auch bei Zucker und Fetten lohnt sich ein genauer Blick. Freie Zucker, beispielsweise zugesetzte Glukose und Fruktose oder Sirupe wie Fruktose Glukose Sirup, finden sich in zahlreichen verarbeiteten Lebensmitteln. Die WHO empfiehlt, die Aufnahme freier Zucker deutlich zu begrenzen. Diese Empfehlung teile ich ausdrücklich.

Bei den Fetten sind vor allem industrielle Transfette interessant. Eine hohe Aufnahme steht mit einem erhöhten Risiko für Herz Kreislauf Erkrankungen in Zusammenhang. Die WHO empfiehlt deshalb, die Aufnahme von Transfetten möglichst gering zu halten.

Was bleibt von der Landwirtschaft auf unserem Teller?

Obst, Gemüse und Getreide bringen viele wertvolle Inhaltsstoffe mit. Gleichzeitig können beim Anbau Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Rückstände davon lassen sich in Lebensmitteln nachweisen und werden regelmäßig kontrolliert.

Zu den bekannten Wirkstoffen gehört Glyphosat. Daneben gibt es zahlreiche weitere Herbizide, Fungizide und Insektizide. Für mich gehört deshalb auch die Frage zu einer bewussten Lebensmittelauswahl, wie ein Lebensmittel angebaut wurde und welchen Weg es bis auf unseren Teller zurückgelegt hat.

Schwermetalle aus unserer Umwelt

Bei Schwermetallen geht es vor allem um Quecksilber, Blei, Cadmium und Arsen. Diese Stoffe können über Boden und Wasser in die Lebensmittelkette gelangen und sich in bestimmten Lebensmitteln anreichern.

Besonders beim Fisch spielt Quecksilber eine Rolle. Große Raubfische wie Hai, Schwertfisch und bestimmte Thunfischarten können aufgrund ihrer Stellung in der Nahrungskette höhere Mengen an Methylquecksilber enthalten. Gerade für das Nervensystem und die Entwicklung des Gehirns ist eine erhöhte Aufnahme relevant.

Quecksilber ist damit ein Stoff, bei dem ich in meiner Praxis genauer hinschaue. Ab sofort biete ich auch eine Quecksilberausleitung mit Chelaten an.

Mikroplastik und Verpackungen

Auch Mikroplastik begegnet uns inzwischen in verschiedenen Lebensmitteln. Nachgewiesen wurde es unter anderem in Speisesalz, Gemüse, Fleisch, Honig und Bier. Welche gesundheitliche Bedeutung diese Aufnahme langfristig hat, wird aktuell weiter untersucht.

Auch Verpackungen verdienen einen Blick. Stoffe aus Lebensmittelkontaktmaterialien können in Lebensmittel und Getränke übergehen. Genau deshalb frage ich mich bei meinem Tee im Zug wieder: Was kommt eigentlich alles mit dem in Kontakt, was ich esse und trinke?

Was beim Erhitzen entstehen kann

Acrylamid kennen viele noch aus der großen Diskussion vor einigen Jahren. Heute spielt das Thema im Alltag kaum noch eine Rolle, obwohl Acrylamid bei starker Erhitzung stärkehaltiger Lebensmittel weiterhin entstehen kann, etwa bei Chips, Pommes, Brot und stark gerösteten Produkten. Die EFSA bewertet Acrylamid als Stoff, der möglicherweise das Krebsrisiko erhöht.

Was können wir selbst beeinflussen?

Die Beispiele zeigen, wie vielfältig die möglichen Belastungen unserer Ernährung sind. Auf manche Einflüsse haben wir wenig Einfluss. Wir haben täglich die Wahl zwischen dem, was unseren Körper nährt, und dem, was nur unseren Geschmack anspricht.

Frische Lebensmittel können dabei einfach beides: lecker schmecken und unserer Gesundheit guttun.

Zeit für einen bewussten Neustart

Genau hier setzt für mich Detox an. Eine solche Phase schafft Raum, die eigene Ernährung wieder stärker in den Mittelpunkt zu stellen, Gewohnheiten anzuschauen und den Alltag für eine gewisse Zeit anders zu gestalten.

In meinen Detoxkursen verbinden wir Ernährung mit naturheilkundlichen Anwendungen und täglichen Ritualen. Im online Herbst Detox nehmen Sie sich gemeinsam mit einer kleinen Gruppe Zeit für sich und Ihre Gesundheit. Für Vielbeschäftigte wie Mütter, Berufstätige und Menschen mit einem vollen Alltag gibt es den Workshop „Detox für Berufstätige“.

Ich lade Sie herzlich ein, sich Zeit für sich und Ihren Körper zu nehmen und mit einer Detoxphase neue Impulse für Ihr Wohlbefinden und Ihren Alltag zu setzen.

Herzlichst Ihre Ute Micko
Heilpraktikerin und Ernährungswissenschaftlerin

Herbst-Detox (Online)

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